Donnerstag, 8. März 2012

Kinder und Medien

Dieses Mal bin ich spät dran, es gibt schon wieder eine neue Aufgabe der Eltern + Kind Blogparade: "Kinder und Medien". Ein etwas schwierigeres Thema für mich, da Ian ja erst 6 Monate alt ist und sich im Moment noch eher für seinen Schnuller als für irgendwelche Computer oder Spielekonsolen interessiert. Aber ich habe ja schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, dass ich ziemlich genaue Vorstellungen davon habe, wie ich mein Kind erziehen möchte.

So haben wir zum Beispiel keinen Fernseher zuhause. Uns nervt es, dass man so sehr mit Werbung zugeknallt wird und wenn man keinen Fernseher hat, hat man plötzlich ganz viel Zeit für andere Dinge. Stricken zum Beispiel, oder lange Spaziergänge im Park, Freunde und Verwandte besuchen, Brot backen, neue Rezepte ausprobieren, Spieleabende machen, und und und. Und Nachrichten kann man zur Not auch online schauen. Zwar immer ein paar Stunden später, aber man bleibt trotzdem auf dem neuesten Stand, was so in der Welt passiert. Wir wollen das auch so beibehalten, ein Fernseher kommt uns nicht in die Wohnung. Bei den Großeltern beobachte ich jetzt schon oft, dass Ian sehr begeistert auf den Fernseher starrt, der immer irgendwie nebenbei an ist, obwohl niemand wirklich hinsieht. Trotzdem habe ich bei den Großeltern nicht die Befürchtung, dass sie das Kind später viel vor den Fernseher setzen werden. Die Mutter meines Freundes ist Kindergärtnerin und hat immer viele Ideen für Spiele und Unternehmungen und bastelt gern. Mit ihr habe ich zur Weihnachtszeit auch viele Fröbelsterne gebastelt. Und auch meine Mutter war ständig mit uns unterwegs. Wir waren viel im Wald, haben Futter für unsere Kaninchen oder Brombeeren gesammelt. Auch eine Spielekonsole haben wir als Kind nie besessen. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich Ian sämtliche elektronischen Geräte verbieten möchte. Wahrscheinlich wäre das auch überhaupt nicht möglich, denn mein Freund ist Informatiker, ebenso wie mein großer Bruder.
Allein auf dem Schreibtisch meines Freundes stehen 3 Bildschirme, die in der Regel auch alle in Benutzung sind. Darum gehe ich mal einfach davon aus, dass Ian recht früh lernen wird, mit Computern umzugehen. Was ja auch nicht unbedingt schädlich ist. Ich weiß noch dass mein großer Bruder seinen ersten Computer damals mit 9 Jahren bekommen hat. Einen C64. Mit dem hat er viel herumgebastelt und gelernt und letztendlich ist er dann Fachinformatiker für Systemintegration geworden. Ein Computer macht also nicht aus jedem Kind automatisch einen Gamer und Stubenhocker. Meine Mutter hat uns damals viele Freiheiten gelassen. Es gab keine vorgeschriebenen Fernsehzeiten und auch am Computer durften wir sitzen so lange wir wollten (allerdings nicht als es mit dem Internet anfing, weils da noch keine Flatrate gab und es ihr sonst zu teuer wurde). Sie hat allerdings immer dafür gesorgt, dass wir genügend Alternativen hatten und ich glaube, so hat sie ihre Sache sehr gut gemacht. Man kennt das ja, zu viele Verbote sorgen dafür, dass die Dinge interessanter werden.
Bis heute hat meine Mutter allerdings noch eine riesige Sammlung an Kinderfilmen zuhause im Regal stehen. Viele noch auf VHS und von Disney und gerade jetzt haben wir die Augsburger Puppenkiste
wieder für uns entdeckt. Es gibt wirklich viele schöne Kinderfilme die mir viel lieber sind, als der Quatsch den man heute auf den Kinderkanälen sehen kann. Und so ein Filmabend mit Kind kann auch viel Spaß machen.
Aber letztendlich kann ich jetzt nur spekulieren, wie es später mit Ian wird. Ich weiß noch nicht, zu welchem Geburtstag er einen Computer von seinem Vater bekommen wird oder ob er später genauso viel Spaß dran hat wie ich als Kind, lieber draußen zu spielen statt in der Wohnung vor dem Fernseher zu hocken. Ich werde mir einfach wie meine Mutter Mühe geben, ihm genug Alternativen anzubieten.

Die Aufgabe diese Woche wird gesponsort von: Windeln.de, Geschenke-bestellen24, GuteGutscheine.de und JufJannie und ihr dürft uns wie jede Woche wieder einmal die Daumen drücken.

Kommentare:

  1. Dein Foto kommt mir seeeeeeeeeeehr bekannt vor: wir haben hier ja auch einen Informatiker im Haus, allerdings hat er meist nur einen Bildschirm an. :)
    Soviel ich von dir gelesen habe, so sehr weiß ich, dass du sehr viel Wert auf ein gesundes Maß legst und ihr das schon hinbekommen werdet. :) Unser Fernseher steht momentan im Schlafzimmer auf dem Boden (unangeschlossen), da wir im Wohnzimmer umräumen... ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt davor gesessen hätte, ich meine, es wäre 2008 gewesen. :)

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  2. Ich gebe dir da Recht, was heut zu Tage als Kinderprogramm im TV läuft ist wirklich gruselig. Da lobe ich mir auch das Fernsehrprogramm von früher. Wir haben als Kinder irgendwelche Märchen geschaut. Klar ihr habt noch etwas Zeit, aber das Thema kommt meist schneller als einem lieb ist. LG

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  3. Ich hab hier auch einen Informatiker, mit zujm Glück nur einem Bildschirm, Schreibtisch steht im Eck, davor das Expeditregal. Abgeschirmt, Kinder fern, perfekt :D

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  4. Zum Glück gibt es hier keinen PC mehr, nur Laptops, Macs und Netbooks,so bleibt mri ein Bild mit drei Bildschirmen auf einem Tisch erspart :D also nur weil ich den Anblick einfach nicht mag, das hat jetzt nichts mit dem Thema selbst zu tun.

    Keinen Fernseher zu haben ist schon sehr selten, jetzt kenn ich mit Euch grad zwei Familien, sonst haben alle einen. Aber ich denke auch, das muss wirklich jeder selbst entscheiden und im Grunde ist es ja auch nur konsequent keinen zu haben, wenn man ihn sowieso nicht benutzen will :-)

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