Freitag, 3. Februar 2012

Vom Nähen, der Schilddrüse und anderen Dingen

Seit einer Ewigkeit bin ich im Besitz einer Nähmaschine und habe sie bislang erst einmal ausprobiert und dann recht verzweifelt aufgegeben. Dann wollte ich eine Zeit lang nähen, habs aber nicht gewagt, weil ich die Maschine so laut fand und meine Wohnung so hellhörig war und nun bei meinem Freund in der kleinen Wohnung fehlt mir der Platz. Aber ich habs mir vorgenommen. Sobald wir in eine größere Wohnung ziehen probiere ich es nochmal aus. Ich möchte dem kleinen Ian unbedingt Hosen nähen. Weil er so lang und schmal ist bekommen wir da nämlich langsam Schwierigkeiten. Alles was lang genug ist schlackert oben. Im Moment habe ich da aber noch einen Deal mit einer Hobbynäherin am Laufen. Sie näht mir Hosen für Ian, wenn ich ihrem Zwerg eine Decke stricke. Na, das lässt sich doch machen!
Im Moment habe ich da allerdings keinen Kopf für. Wegen der anhaltenden Müdigkeit und Schlappheit und weil mir ständig die Arme und Beine einschlafen habe ich mich jetzt mal komplett untersuchen lassen. Heraus kamen dabei merkwürdige Ergebnisse bei der Blutuntersuchung. Bei den Schilddrüsenhormonen ist ein Wert zwischen 0,35 - 4,5 mU/l normal. Werte darunter sind Anzeichen für eine Überfunktion, Werte darüber für eine Unterfunktion. Mein Wert liegt bei 232,24 (!). Mein Arzt war total verwirrt. Der wusste nicht mal dass es so hohe Werte überhaupt gibt. Also mache ich morgen einen Termin beim Schilddrüsenspezialisten. Und irgendwie bin ich erleichtert, dass mein Arzt etwas gefunden hat. Dass ich nun eine Erklärung habe für diese enorme Müdigkeit und dafür, dass ich so vergesslich geworden bin und ständig nur friere.
Jedenfalls bin ich im Moment einfach zu schlapp zum Stricken. Ich bin froh dass ich es schaffe mein Kind zu versorgen und die Wohnung sauber zu halten. Gestern gings dann aber einigermaßen und ich hab mir eine Kleinigkeit genäht.
Ein Täschen, da gabs zur Weihnachtszeit irgendwo online mal eine Anleitung für und ich fand die Idee ganz süß. Einfach eine Filzplatte zu einen Täschchen gefaltet, Seiten zugenäht und für das Bindeband mit dem Cutter einen kleinen Schlitz einschneiden. So ganz ohne Deko fand ichs dann doch etwas langweilig, darum hab ich noch ein paar Schnörkel draufgestickt. Keine Ahnung warum unbedingt Schnörkel, zumal ich sowas nicht mal schön Zeichnen kann und bei denen hier habe ich einfach drauflos gestickt. Was sowas angeht bin ich absolut nicht begabt und es hat auch eeeewig gedauert mit dem Sticken, aber nun gefällt mir das Täschchen. Ich find von Hand genähte Sachen sowieso immer toll. Allerdings habe ich noch überhaupt keine Ahnung für was ich das Täschchen verwenden möchte, aber ich hab noch Filzmatten für zwei weitere hier liegen. Die eine werde ich in der Mitte durchschneiden, damit ich mir eine kleine Tasche für meine Kamera nähen kann, denn irgendwie habe ich keine Lust mir dafür eine Tasche zu stricken.
Mein Tuch hab ich auch immer noch nicht fertig, leider. Ich hoffe einfach, dass die Tabletten die ich vom Arzt bekommen habe schnell anschlagen werden und ich wieder zu meiner alten Energie zurückfinden werde. Bis dahin gibts hier wahrscheinlich eher weniger zu zeigen, aber etwas von mir lesen werdet ihr sicherlich allein wegen der Blogparade weiterhin.

Kommentare:

  1. Oh! Das hört sich aber nicht gut an! Ich hoffe dir geht es mittlerweile wieder etwas besser. So eine Schilddrüsenunterfunktion ist nicht lustig! Zwei meiner Freundinnen haben die auch. die eine kommt sehr gut mit den Medikamenten zurecht. Die andere schwitzt seitdem unnormal viel und hat nicht mehr die Power um in den 3. Stock eines Hauses zu laufen :/ Ich wünsche dir, dass du das bessere Los von beiden ziehst!

    Liebe Grüße,
    Lena

    P.S. Die Tasche finde ich übrigens sehr niedlich! Ich würde sie vielleicht dazu verwenden, um meine Stricknadeln darin unter zu bringen ;)

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    1. Hallo Lena,

      in der Tasche sammel ich jetzt meine Häkelnadeln, da haben sich doch ganz schön viele angesammelt, habe ich beim Zusammensuchen gemerkt :)

      Im Moment helfen die Medikamente bei mir noch so gut wie gar nicht und ich geh wirklich kaum raus, weil meine Beine sich anfühlen wie Gummi und ich ständig müde bin. Schlimm sind aber auch im Moment die Kopf- und Muskelschmerzen die ich habe. Ich mag mich echt kaum bewegen und das frustriert so sehr, weil ich sonst immer gern und viel unterwegs bin. Aber die Medikamente brauchen eben auch ihre Zeit und ich hoffe, dass sie irgendwann gut anschlagen werden und es mir dann endlich zumindest ein wenig besser geht.
      Ich danke dir auf jeden Fall sehr für deine lieben Worte!

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