Donnerstag, 1. November 2012

Einfach nur so

Beim Nähen, Häkeln und Stricken und auch bei anderen Basteleien, hat ja jeder so seine 'Eigenarten'. Beim Stricken fällt mir immer wieder auf, dass ich gerne Strickstücke wähle, mit denen man schnell fertig wird. Am besten nichts kompliziertes. Zopfmuster vermeide ich zum Beispiel meist, weil sie so aufhalten. Lieber glatt rechts, das geht schneller. Oder bei Schals und Tüchern einfach kraus rechts.
Beim Nähen ist das anders. Anfangs gings mir auch so. Eine Kinderhose ist schnell genäht. Aber ich merke, dass ich viele einfache Dinge eher scheue. Wenn ich mir Taschenanleitungen anschaue, fallen die Taschen weg, die zu einfach und zu schnell fertig sind. Ich möchte etwas Aufwendiges nähen und wenn ich fertig bin, bin ich einerseits stolz, dass ich etwas fertig habe, aber auch etwas enttäuscht, weil ich gerne ewig dran weiter dran weitergenäht hätte. Den Overall fand ich klasse, an dem habe ich zwei Tage gesessen. Beim Nähen mag ich es am liebsten ordentlich. Ich bin da super pingelig, möchte auch, dass die Nähte, die man von außen nicht sieht, perfekt sind. Darum habe ich häufig den Nahttrenner in der Hand. Ich mag beim Nähen nicht pfuschen. Das würde mich nur ärgern. Aber so bin ich dann auch auf alles, was ich genäht habe, ganz besonders stolz.
Und beim Häkeln ist es wieder anders. Ich mag die einfachen Beanie Mützen, die relativ schnell fertig sind. Ich mag aber auch jetzt schon den Pullover den ich gerade Häkel, weil ich da schon seit drei Tagen dran sitze. Beim Häkeln liebe ich einfach die Handbewegung.
Ich muss meine Strick- und Häkelsachen auch immer streicheln und bin immer wieder erstaunt dass man aus einem einzigen Faden ein Stück Stoff herstellen kann.

Und wenn ich mal einen Abend gar nichts häkel, stricke, nähe oder bastel, dann fehlt mir was. Dann ärgere ich mich, dass ich nicht produktiv bin.

Geht euch das genauso? Was habt ihr für 'Eigenarten' wenns darum geht etwas herzustellen?

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Schaffe schaffe Häusle baue!

"Wir basteln uns ein Zuhause! (Kreativaufgabe)
Ich erwarte von euch im Oktober Kreativität. Am Ende der Aufgabe möchte ich ein Haus / eine Hütte / eine Wohnung / irgendeinen Unterschlupf für eine Familie sehen.
Ihr dürft für eure Ideen freien Lauf lassen, ihr könnt Baumhäuser bauen, ihr dürft mit Legosteinen bauen, ihr dürft ein Haus aus Klorollen erstellen, ihr dürft eines backen, eines braten oder eines zusammenkleben. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Besonders freue ich über Bauwerke, die zusammen mit euren Kindern hergestellt werden.
Was braucht ein Haus, in dem Kinder leben? (Alternativaufgabe)
Für die, die nicht so kreativ sind oder denen Kreativaufgaben nicht liegen, habe ich eine Alternativaufgabe: Ihr erklärt mir bitte, was ihr an einer Wohnung bzw. einem Haus, in dem Kinder leben, wichtig findet. Angefangen vom Umfeld bis hin zum Garten, Balkon, zu großen Kinderzimmern und Co. möchte ich von euch wissen, was für euch ein richtiges Familienhaus ausmacht."

Für diese Aufgabe hätte ich sehr gerne gebastelt. Aber mein Zwerg ist dafür noch zu klein und wir haben zwar viele Holzbausteine, aber die schubst mein Kind um bevor ich fertig bin *g* Und zum Basteln habe ich nicht so richtig die Zeit und den Platz. Darum kommt für mich leider nur die Alternativaufgabe in Frage.

Unsere Wohnung ist nicht besonders kindgerecht. Ich habe ja schon oft erwähnt, dass sie viel zu klein für uns ist und Ian hat noch nicht einmal ein eigenes Zimmer.
Ich traume schon lange von einem freistehenden kleinen weißen Häuschen, das nicht mal besonders groß sein müsste. Große Häuser bedeuten viel zu viel putzen *g*
Ian würde ein großes Zimmer bekommen, Kinder brauchen viel Platz zum spielen und ich bin schon immer der Meinung, dass man das kleinste Zimmer im Haus als Schlafzimmer nutzen kann. Da muss ja nur ein Bett und ein Schrank reinpassen. Ian würde ein tolles Hochbett mit einer Rutsche bekommen. Ich habe auch mal ein tolles Bild von einem Zimmer gesehen, dass noch diese wahnsinnig hohen Decken hat (davon gibts in Lüneburg noch recht viele). Da wurde dann unter der Decke eine Art Baumhaus gebaut mit einer tollen Rutsche. Finde ich total klasse die Idee, sich diese hohen Decken zunutze zu machen. Ians Zimmer wäre wahrscheinlich das einzige mit Teppich, weil das eine so schön warme Atmosphäre gibt. Im Rest des Hauses hätten wir wohl Laminat oder etwas ähnliches, weil das für meinen Freund mit seiner Hausstauballergie einfach gesünder wäre. Kinderzimmer müssen tolle bunte Farben haben und viel Stauraum. Deshalb auch das Hochbett, darunter kann man dann noch spielen.
Im Garten möchte ich einen kräftigen Baum stehen haben, an den wir eine Reifenschaukel hängen können. Ein Obstbaum wäre auch schön, weils nichts tolleres gibt als Obst das man selbst ernten kann. Ums Haus einen tollen Hauszaun und gerne noch ein paar umzäunte Gemüsebeete, damit Ian Gemüse aus dem eigenen Garten essen kann.  Den Zaun bräuchten wir wohl auch nur, damit Ian seine Fußbälle nicht immer ins Beet schießen kann *g* Eine große Terasse ist mir lieber als ein Balkon. Ich gehöre da zu den Müttern, die viel zuviel Angst haben, dass das Kind vom Balkon fallen könnte. Aber auch sonst mag ichs einfach lieber, wenn man auf der Terasse essen kann und die Kinder dann direkt im Garten spielen können.
Wir haben mal in einem Haus gewohnt mit einer Wendeltreppe. So eine würde ich nicht wieder haben wollen. Mein Bruder hat sich damals mal sehr geschickt den Kopf zwischen den offenen Stufen eingeklemmt und ein Türgitter hätte man da auch ganz schlecht vorstellen können.
Klasse find ichs auch, wenn man an nem Wendekreis wohnt, da kann man auch so toll spielen und es gibt nicht so viel Verkehr.
In einer Wohnung habe ich auch mal Steckdosen so auf 1 1/2 Meter höhe gesehen. Ist beim Kleinkind super praktisch aber auch ich finde das klasse, wenn man sich nicht ständig Bücken muss, wenn man an eine Steckdose möchte (ich habe eine kaputte Wirbelsäule). Ginge ja super mit so Steckdosen-Lichtschalter Kombis. 
Eine große Sandkiste würde Ian noch zu seiner Reifenschaukel bekommen und viel Wiese und einen Trettrecker, weil die superklasse sind!
Ewig wünsche ich mir schon eine Küche, in der man einen großen Tisch stellen kann, damit man mit der ganzen Familie zusammen essen kann. Ein extra Esszimmer bräuchte ich gar nicht. Da würde ich das extra Zimmer vermutlich eher als Arbeits- und Handarbeitszimmer nutzen.
Einen Dachboden bräuchte ich, wo man alles lagern kann, was man im Moment nicht braucht. Ich habe es bei meiner Großtante damals geliebt, auf den Dachboden zu dürfen, weil man da immer so viele tolle Sachen entdeckt hat. Sie hatte da auch ein Klappbett stehen und im Frühling durften mein Bruder und ich dort übernachten. Das war ein riesen Spaß!
Super wäre, wenn Schulen und Kindergärten in der Nähe wären. Hier bei uns ist eine Grundschule in derselben Straße, sowas wäre optimal. Ich habe ja selbst keinen Führerschein und fands damals als Kind auch doof ständig mit dem Busfahren zu müssen. Wir haben da auf nem Dorf gewohnt und der Bus fuhr so selten, dass ich, wenn ich bis 15 Uhr Schule hatte, erst um 17 Uhr nach hause fahren konnte. Sowas wünsche ich mir für mein Kind nicht.

Tja, das wäre also mein Traum. Wird sicher noch einige Jahre dauern, bis wir uns den erfüllen können. Und bis dahin sammel ich noch viele weitere schöne Ideen und träume solange von der tollen Kugelbahn, die für diese Aufgabe von Hubelino gesponsort wird :)

Dienstag, 30. Oktober 2012

Pulli, Schal und Wollwickler

Bevor ich gestern zu meiner Mutter gefahren bin, ist zuhause noch einiges fertig geworden. Ian wächst grad wieder enorm und viele Pullover sind ihm zu klein geworden. Jetzt wirds kalt, da braucht er aber unbedingt welche. Also habe ich ihm noch fix einen Längsgeteilt aus dem tollen Dinostoff vom Stoffmarkt genäht. Der dunkelblaue Stoff ist dickerer Rippjersey, den ich mal ganz günstig bei Ebay bekommen habe, der aber eine wirklich tolle Qualität hat. Da habe ich auch schon den Frederik Overall mit gefüttert. So ist der Pulli für einen Jerseypulli auch recht warm. Und ich finde ihn wunderwunderschön! Es gibt so wahnsinnig schöne Stoffe und die mit so großen Motiven wie dieser Dinojersey finde ich immer am allerschönsten. Leider sind sie auch immer so wahnsinnig teuer *seufz*
Aus den Wollresten der ganzen Beanie Mützen habe ich mir in wenigen Stunden einen Streifenschal mit Fransen gehäkelt. Meine Familie hat mich ganz komisch angeschaut, weil ich sonst nie so etwas buntes Trage, aber in diesen Schal bin ich ganz verliebt und er ist wunderbar weich und schön lang! Ich habe auch eine Menge Reste aufbrauchen können. Vielleicht findet ja der ein oder andere seine Mütze darin wieder? *g*
Weil mir das Häkeln im Moment so wahnsinnig viel Spaß macht, habe ich mir bei Dawanda die Anleitung für einen Häkelkapuzenpulli gekauft. Bislang komme ich mit der Anleitung gut klar und die Kapuze ist schon fast fertig. Man häkelt ihn so wie ich es verstanden habe von oben nach unten in einem Stück. Öhrchen soll meine Kapuze auch bekommen. Aber ich denke ich lasse die Augen weg, die sehen irgendwie komisch aus. Wolle habe ich mir für den Pullover auch nicht extra besorgen müssen. Meine Mutter ersteigert bei Ebay viel Wolle auf Konen. Meist recht dünnes garn (sie strickt aber auch immer mit recht dünnen Nadeln). Nun konnte ich mir von der Mutter meines Freundes einen Wollwickler ausleihen und habe ihn gestern ausprobiert und fleißig Wolle für den Pullover gewickelt.
Ist schon ganz schön aufwendig die ganze Zeit zu kurbeln, aber es hat auch viel Spaß gemacht und ich glaube, ich habe jetzt viel zu viel Wolle gewickelt. Aber lieber zu viel als zu wenig. Und vielleicht bekomm ich den Pulli ja in der Woche, die ich jetzt bei meiner Mutter einhüten werde, auch fertig :) Mit Nadelstärke 7 kommt man ja gut vorran.

Ihr seht also, ich weiß mich auch ohne Nähmaschine zu beschäftigen :)

Samstag, 27. Oktober 2012

Overall Frederik

Ich durfte ein tolles Ebook probenähen! Den Overall Frederik vom Wetterhexchen Elke! Und ich bin so begeistert und so stolz. Das war jetzt bislang mein größtes Nähprojekt und auch der erste Reißverschluss den ich irgendwo eingenäht habe und es gibt nichts, was ich an diesem Overall bemängeln würde. Ich finde ich habe ihn wirklich toll hinbekommen. Die Anleitung war aber auch wirklich toll. Mit Glück gibt es das Ebook schon Ende des Monats in ihrem Shop. Gerade zur rechten Zeit, jetzt wirds ja mit einem Mal doch deutlich kühl draußen.
Man kann den Overall in verschiedenen Varianten nähen. Meine liebe Freundin Alex zum Beispiel hat eine Version zum zuknöpfen links und rechts gewählt, unten geschlossene Füßchen und an den Händen Frostbeulenbündchen, also Bündchen zum umklappen, damit die Fingerchen warm bleiben und man dem Kind nicht extra Handschuhe anzuziehen braucht. Ich persönlich mag Druckknöpfe nicht so sehr. Mein Kind zappelt viel beim Umziehen, da ist so ein Reißverschluss einfach viel schneller hochgezogen, als 8 Knöpfe die man erst umständlich schließen muss. Das ist aber ganz sicher Geschmackssache.
Es gibt auch noch die Möglichkeit, Druckknöpfe im Schritt anzubringen, so dass man gerade bei den Kleinsten, die Windel einfacher wechseln kann. Das brauchte ich bei der Reißverschlussversion aber nicht. Der Reißverschluss sitzt tief genug, dass man die Beinchen schnell aus dem Anzug holen kann und den Anzug nicht ganz ausziehen muss zum Windeln wechseln. Haben wir gestern in der Stadt getesten, hat prima funktioniert.
Was mir besonders gefällt ist, dass die Kapuze schön anliegt. Mich ärgerts immer, wenn Kapuzen so weit sind, dass ich meinem Kind noch eine Mütze drunter anziehen muss. Wozu hat man denn dann eine Kapuze? Auch einen Schal muss man dem Kind bei diesem Anzug nicht extra umbinden, weil man den Anzug schön weit oben schließen kann.
Ihr merkt schon, ich bin wirklich sehr begeistert! Es ist auch garantiert nicht mein letzter Anzug dieser Art gewesen. Bin schon bei der Stoffauswahl für einen zweiten und auch am Überlegen, ob man diesen Overall auch als Schneeanzug nähen könnte. Da wüsst ich jetzt nur nicht, was für Stoff man dafür nehmen muss. Aber ich werd mich mal ein bisschen schlau machen.
Heute Abend werd ich noch versuchen ein kleineres Nähprojekt fertigzustellen, dann ist erstmal eine Woche Pause. Nächste Woche hüten Ian und ich das Haus meiner Mama und kümmern uns vor allem um die drei Katzen die es nicht gewohnt sind allein zu sein. Ich könnt zwar Nähmaschine und Stöffchen mitnehmen, hab mich aber dagegen entschieden, weil mein Freund so eine schlimme Katzenallergie hat und die Haare ja sonst an den Stoffen haften bleiben. Das muss nicht sein.
Ich nehm mir Häkelnadeln mit und versuche mich mal an einem Häkelkuschelpullover für mich :)

Freitag, 26. Oktober 2012

Neue Boshis!

Ich habe wieder zwei Damen glücklich machen können mit meinen Mützen. Jetzt wirds ja doch so langsam herbstlich kühl draußen, so dass man endlich die schönen bunten Mützen ausführen kann. Jetzt werde ich mir allerdings erstmal zwei oder drei Tage Häkelpause gönnen, denn langsam merke ich diesen Häkelmarathon ordentlich in meiner rechten Hand.
Ich hätte übrigens nicht damit gerechnet, dass sich so viele frische Farben gewünscht werden. Mützen findet man in den Läden ja doch eher in gedeckteren Farben. Der Herbst wird nun also bunt und das finde ich klasse!
Einen Auftrag habe ich jetzt noch, aber mit dem kann ich mir ein wenig Zeit lassen.
Genäht habe ich heute abend endlich wieder und zwar ein großes Projekt. Bilder davon zeige ich euch morgen. Ich durfte etwas tolles Probenähen und mache morgen dann Tragebilder mit meinem Zwerg. Bis dahin dürft ihr also noch gespannt sein!
Ab Montag bin ich eine Woche bei meiner Mutter zuhause. Sie fährt nämlich eine Woche mit ihrem Freund nach Föhr, in den Urlaub und ich darf dann mit dem Kreischling die Katzen hüten. Eine Woche also ohne Nähmaschine. Ich könnte sie zwar mitnehmen, aber mein Freund hat so eine schlimme Katzenallergie und da wäre es sehr von Nachteil, wenn meine Stoffe später alle voller Katzenhaare sind.
Meine Mutter hat allerdings einen großen Wollvorrat und ich möchte mir einen Pulli häkeln in der Zeit die ich bei ihr Zuhause bin. Ich freu mich schon! Werde aber auch meinen Freund sehr vermissen, denn der kann uns wegen der drei Katzen nicht besuchen. Er darf dann mal die kinderfreie Zeit ein wenig genießen!